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Studie zu den Exit-Strategien von Unternehmern

Aktualisiert: 18. Feb.

Für Unternehmer gibt es mehrere Möglichkeiten ihr Unternehmen zu verlassen. Diese verschiedenen Möglichkeiten sind unter dem Namen „Exit-Strategien“ bekannt. In der Entrepreneurship-Literatur werden Exit-Strategien in drei Hauptgruppen unterteilt: "Stewardship-Exit", "Voluntary-Cessation-Exit" und "Financial-Harvest-Exit".


Stewardship-Exit-Strategien fokussieren sich auf Verhaltensweisen, die sozialen Werten entsprechen und im Sinne einer Gemeinschaft sind. Verhalten im Sinne des Kollektiven wird generell ein höherer Wert zugesprochen als den Interessen des Einzelnen. Stewardship-Exit-Strategien sind "Successions" oder "Buyouts", beispielsweise "Family Succession", "Employee-Buyout" (EBO) oder "Management-Buyout" (MBO).


Voluntary-Cessation-Exit-Strategien erlauben es dem Gründer sein Unternehmen aufzulösen. Entweder dann, wenn die unternehmerische Aktivität endet oder wenn das Unternehmen den Zweck erfüllt hat, für den es gegründet wurde. Hier wird zwischen "Voluntary Discontinuance" und "Voluntary Liquidation " unterschieden. Insolvenz unterscheidet sich von freiwilliger Liquidation oder Schließung, da der Unternehmer seine Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Gläubigern nicht erfüllen kann.


Financial-Harvest-Exit-Strategien führen oft zu einem erheblichen finanziellen Gewinn für den Unternehmer. Dies sind sehr wünschenswerte Exit-Strategien, da dem ausscheidenden Unternehmer häufig ein Premium gezahlt wird. Financial-Harvest-Exit-Strategien sind beispielsweise "Akquisitionen" und "Börsengänge" (Initial Public Offerings). Börsengang meint in diesem Zusammenhang, dass das Privatunternehmen des Unternehmers in eine Aktiengesellschaft überführt wird. Der Unternehmer verlässt sein Unternehmen, indem er seine Aktien an institutionelle oder private Investoren verkauft.


Herr Hohen hat in einer aktuellen Studie die ursprünglichen geplanten Exit-Strategien von Unternehmern, mit denen von ihnen tatsächlich durchgeführten Exit-Strategie verglichen. Dabei hatte er festgestellt, dass sich die ursprünglich beabsichtigten und die letztendlich durchgeführten Exit-Strategien stark unterscheiden. Aus den Daten kristallisierten sich zwei Gruppen von Unternehmern heraus. Die erste Gruppe umfasst Unternehmer, die ihre Firmen durch Eigenkapital finanziert hatten. Die zweite Gruppe inkludiert Unternehmer, deren Unternehmen durch Investoren finanziert wurde. Die Studie zeigt, dass die erste Gruppe zunächst eine Stewardship-Exit-Strategie beabsichtigte, diese allerdings nicht ausführte. Die zweite Gruppe plante ursprünglich eine Financial-Harvest-Exit-Strategie. Diese Exit-Strategie wurde von der Gruppe ausgeführt. Als theoretischen Rahmen verwendet die Studie die „Theory of Planned Behavior“ und das „Behavioral Agency Model“. Durch Verwendung dieser zwei theoretischen Perspektiven erklärt die Studie, wie die ursprünglichen Exit-Absichten der Unternehmer mit ihren tatsächlichen Exit-Strategien verknüpft sind.


Die Studie kann unter folgendem Link kostenlos heruntergeladen werden:

https://link.springer.com/article/10.1007/s41471-021-00123-7



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